Trocknung

DIE TROCKNUNG

Ein Rohrbruch, das Eindringen von Regenwasser oder Löschwasser bedeuten nicht nur ein kurzzeitiges Problem für Sie und Ihren Betrieb. Auch wenn die Schäden umgehend beseitigt wurden, können die Langzeitfolgen durch die Feuchtigkeit verheerend sein. Denn Wasser und Feuchtigkeit sammeln sich in der Isolier- und Dämmschicht, in den Wänden und unter dem Estrich. Eine fehlende oder mangelhafte Dämmschichttrocknung führt zu Schimmelbildung bis hin zur dauerhaften Beschädigung der Bausubstanz.

Unterdruckverfahren

Die Unterdrucktrocknung wird stets als erster Schritt vor der Überdrucktrocknung durchgeführt. Dadurch soll verhindert werden, dass das freie Wasser weiter hinaus in die Konstruktion gedrückt wird. Nachdem das gesamte überschüssige Wasser aus der Konstruktion gesaugt wurde, kann darüber entschieden werden, ob nun eine Überdrucktrocknung vorgenommen werden soll oder ob die Konstruktion weiterhin durch Unterdrucktrocknung entfeuchtet werden soll. Die Unterdrucktrocknung nimmt im Vergleich zur Überdrucktrocknung etwas mehr Zeit in Anspruch, stellt jedoch die geeignetere Technik dar, wenn verhindert werden soll, dass Fasern, Staubpartikel oder gar Schimmelsporen in die Raumluft gelangen. Muss die Luft noch weiter gereinigt werden, beispielsweise bei der Arbeit in bewohnten Wohnräumen, in denen die Luft nicht in die Umgebung abgeleitet werden kann, kann die Verwendung eines Hepafilters vorteilhaft sein. Ein Hepafilter reinigt die Luft bis zu 99,95 % und der integrierte Aktivkohlefilter beseitigt unangenehme Gerüche.

Raumtrocknung

Ein Trockner wird in dem Raum aufgestellt, in dem ein Schaden aufgetreten ist. Der Trockner bläst trockene Luft in den gesamten Raum, wodurch alle Flächen getrocknet werden. Dabei handelt es sich um eine gute erste Maßnahme, bevor ein weitergehendes Trocknungsverfahren installiert wird.

Wir verfügen über das Wissen und die Ausrüstung für die Entfeuchtung verschiedener Baukonstruktionen, so dass jeder Wasserschadenfall so schnell und effizient wie möglich getrocknet werden kann.

Welches Verfahren angewendet wird richtet sich nach der Art des Fußbodenaufbaus und des Schadens. Eine Trocknung dauert in der Regel 12-14 Tage.

Wir begleiten die Trocknungsmaßnahme mit Feuchtigkeitsmessungen. Nach Beendigung der Trocknung verschließen wir unsere Bohrlöcher.

Überdruckverfahren

Die Technik basiert darauf, dass die entfeuchtete Luft aus einem Trockner in eine Turbine geleitet wird, welche Temperatur und Druck der Luft erhöht. Die trockene und sehr warme Luft wird anschließend mittels eines Schlauchsystems, das an in die Konstruktion gebohrten Löchern angeschlossen ist, in die Baukonstruktion eingedrückt. Die warme, trockene Luft wird dann durch die feuchte Konstruktion geleitet, in der durch die Temperaturerhöhung der Dampfdruck deutlich ansteigt und auf diese Weise die Trocknungsgeschwindigkeit erhöht. Die feuchte Luft wird über natürliche Öffnungen oder in die Konstruktion gebohrte Löchern in den Raum zurückgeführt, wo sie wieder in den Entfeuchter gesogen und erneut getrocknet wird, bevor sie wieder in die Gebäudekonstruktion gedrückt wird.
Hohlraumaustrocknung

Diese Technik zur Trocknung der Isolierung in Balkendecken, Ständerwänden und Versorgungsschächten  ist einfach. Sie zielt auf einen hohen Luftdurchsatz in der feuchten Konstruktion ab. Die trockene Luft wird aus dem Trockner direkt in die Konstruktion geleitet. Wird ein höherer Luftdurchsatz benötigt, kann eine zusätzliche Turbine verwendet werden. Die Turbine saugt das Gemisch aus Raumluft und trockener Luft aus dem Trockner an und drückt die Luft in die Konstruktion. Das Ziel ist es, die trockene Luft so weit wie möglich in der Konstruktion zu verteilen.